Aktualisierung der "Grauen Liste" und Handlungsaufruf für kritische Jurisdiktionen

Ergebnisse der FATF Plenarversammlung vom Juni 2024

Am 28. Juni 2024 veröffentlichte die Financial Action Task Force (FATF) die Ergebnisse der Plenarversammlung vom 26.-28. Juni 2024. Auf der Tagesordnung standen wieder mehrere wichtige Punkte.

01.
Aktualisierung der Liste von Ländern mit strategischen Mängeln
02.
Neue Länder auf der Liste
03.
Länder die von der Liste entfernt wurden
04.
Dringender Handlungsaufruf für kritische Jurisdiktionen

Aktualisierung der Liste von Ländern mit strategischen Mängeln

Neue Länder auf der Liste

Die “graue Liste” der FATF wurde aktualisiert, wobei Monaco und Venezuela neu hinzugefügt wurden. Damit sind diese Länder unter verstärkter Beobachtung. Sie arbeiten aktiv mit der FATF zusammen, um die internen strategischen Mängel in Bezug auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu beheben. Die Länder verpflichten sich dabei, einen Aktionsplan umzusetzen. Damit sollen die festgestellten Mängel innerhalb der vereinbarten Fristen behoben werden.

Länder die von der Liste entfernt wurden

Jamaika und Türkei wurden von der “grauen” Liste entfernt. Beide Länder zeigten laut FATF bedeutende Fortschritte bei der Bewältigung der strategischen Mängel in Bezug auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Dringender Handlungsaufruf für kritische Jurisdiktionen

Die FATF identifiziert auch regelmäßig Länder oder Jurisdiktionen mit schwerwiegenden strategischen Defiziten in ihren Maßnahmen gegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung. Gegenüber diesen Ländern fordert die FATF alle Mitgliedsstaaten auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um das internationale Finanzsystem zu schützen. Unter dieser sogenannten “schwarzen” Liste fallen zur Zeit die Demokratischen Volksrepublik Korea, Iran und Myanmar.

Insbesondere äußert die FATF ernste Bedenken hinsichtlich der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK), die weiterhin erhebliche Mängel in ihrem AML/CFT-System aufweist. Die FATF hebt hervor, dass die DVRK ihre Verbindungen zum internationalen Finanzsystem verstärkt hat, was das Risiko der Proliferationsfinanzierung steigert. Infolgedessen fordert die FATF eine erhöhte Sorgfalt und die erneute Umsetzung sowie Durchsetzung von Gegenmaßnahmen gegenüber der DVRK, um auf diese Bedrohungen zu reagieren.

Alle weiteren Ergebnisse der FATF Plenarversammlung finden Sie hier: Ergebnisse der FATF Plenarversammlung

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